Funken

Die Fasnatsbräuche in Bludenz heben neben den teils übernommenen, teils gelebten Einflüssen von außen, zwei starke Wurzeln. Zum einen in alten heidnischen Fruchtbarkeitsriten mit Opferfeuern, zum anderen in den mittelalterlichen, kirchlichen und herrschaftlichen Gepflogenheiten in der Zeit vor dem großen Fasten. Aus diesen Wurzeln versteht sich auch das Funkenbrauchtum, teils als Opferfeuer zur Winteraustreibung, teils als läuterndes Feuer zur Reinigung und Bekehrung der Menschen. Funkenfeuer und Hexenverbrennung sind zwar sehr ähnliche Bilder, haben aber nichts miteinander zu tun.

Die Funkenzunft ist bestrebt diese Fehldeutung aufzuklären und zu beseitigen. Am 14. März des Jahre 1893 ist die weltweit erste Funkenordnung niedergeschrieben worden und zwar in der alten Zunftstube im Gasthaus Hirschen in Bludenz.

Der Funkensonntag ist immer der darauffolgende Sonntag nach dem Aschermittwoch.

Der Bludenzer Stadtfunken:
Wir in Bludenz haben keine „Hexe“ sondern eine Funkenfigur in dieser sich jeder selbst vorstellen kann, was er verbrennen will. Die einen verbrennen den Winter, die anderen ein Leiden wie zum Beispiel eine Sucht, wiederum andere einen bestimmten Vorsatz.

Die „alte“ Bauweise des Bludenzer Funkens wurde bis 2019 gebaut. In der Mitte des Funkens ist der Mittelstamm, gefüllt mit ca. 700 Paletten und verkleidet mit ca. 400 Christbäume. Die Höhe betrug mit Funkenfigur ca. 16 Meter.


 

Der „neue“ Funken ist eine Idee vom Funkenmeister Christian Oberhauser und wurde 2020 erstmals gebaut. Da im Stadtgebiet die Flächen immer mehr verbaut werden und der benötigte Sicherheitsabstand nicht mehr eingehalten wurde, musste auf die neue Bauart umgestellt werden. Es werden nun weniger Paletten benötigt was die Beschaffung erleichtert. Das Lagern der alten Christbäume am Funkenplatz fällt nun auch weg.
Der Funken hat eine Fläche von ca. 3×3 Meter und eine Höhe von ca. 12 Meter.  Verkleidet ist er mit etwas mehr als 2000 Baumscheiben, den „Cookies“.


 

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