Funken

Die Fasnatsbräuche in Bludenz heben neben den teils übernommenen, teils gelebten Einflüssen von außen, zwei starke Würzeln. Zum einen in alten heidnischen Fruchtbarkeitsriten mit Opferfeuern, zum anderen in den mittel-alterlichen kirchlichen und herrschaftlichen Gepflogenheiten in der Zeit vor dem großen Fasten.
Durch eine möglichst excessive Darstellung der Teufelswelt sollte die Erkenntnis der Heilswelt und die Umkehr nach dieser erreicht werden.

Aus diesen Wurzeln versteht sich auch das Funkenbrauchtum, teils als Opferfeuer zur Winteraustreibung, teils als läuterndes Feuer zur Reinigung und Bekehrung der Menschen. Funkenfeuer und Hexenverbrennung sind zwar sehr ähnliche Bilder, haben aber nichts miteinander zu tun.
Die Funkenzunft ist bestrebt diese Fehldeutung aufzukären und zu beseitigen. Am 14. März des Jahre 1893 ist die weltweit erste Funkenordnung (Funkaardnig) niedergeschrieben worden und zwar in der alten Zunftstube im Gasthaus Hirschen in Bludenz.

Wir in Bludenz haben keine „Hexe“ sondern eine Funkenfigur in dieser sich jeder selbst vorstellen kann was er verbrennen will. Die einen verbrennen den Winter, die anderen ein Leiden wie zum Beispiel eine Sucht, wiederum andere einen bestimmten Vorsatz.

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